ERSTE HILFE

Die jeweiligen Experten für die Tierarten (im Kreis Steinburg/ Kreis Segeberg) sind unter „STATIONEN“ gelistet!

 

Verletzte Tiere gehören zum TIERARZT

Empfehlungen sind unter dem Link „TIERÄRZTE“ aufgeführt.

Übrigens: Meine "Tier-Hausärzte"  sind die Tierärztinnen aus der Praxis Stampa in Brokstedt, als Vogel-Fachärzte und "Tier-Krankenhaus" kann ich die Tierklinik Wasbek empfehlen. 

(Ausnahme: Tierarten, die Menschen als Nahrung dienen KÖNNTEN, werden ab 2020 nicht mehr von der Tierklinik Wasbek behandelt!)

Erste-Hilfe-Regeln bei ALLEN Wildtierbabys (Details zu einzelnen Tierarten siehe Unterpunkte bei der Seiten-Übersicht.)

  1. Rückführung zur Mutter! Wenn irgend möglich, gesunde Jungtiere immer der Mutter bringen bzw. abwarten, ob sie sie holen kommt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann bitte bei Experten melden, bevor Sie eingreifen!
  2. Wärmen! Wärmen! Wärmen! TIPP: Handtuch/Decke & Wärme (schnell aufwärmen: menschliche Körperwärme (perfekt!), Snugglesafe, Wärmflasche (heißes Wasser direkt aus Wasserhahn!) oder PET–Flasche  mit handwarmem Wasser) (WICHTIG: Das Tier vor dem Zuführen von Flüssigkeit oder Nahrung dringend auf Körpertemperatur aufwärmen, sonst droht Kreislaufversagen=Tod!)
  3. Überprüfung von Kreislauf, Dehydrations- & Abmagerungsgrad (ACHTUNG: bei weißlichem Zahnfleisch bzw. Vogelschlund droht ein Tod durch Kreislaufversagen, bei einer Haut, die nach Hautfalten-Hochziehen stehen bleibt, ein Tod durch Verdursten --> SOFORT zu Station/Tierklinik)
  4. Flüssigkeit anbieten, ABER Vögeln NIE Flüssigkeiten direkt in den Schnabel geben, sondern mit nasser Tuchspitze o.ä. um den Schnabel herumfahren! Säugetieren (falls keine Spritze zur Hand): Handtuchecke in warmen Fencheltee oder Elektrolyt/Glucose-Lösung (z.B. Elotrans® Pulver aus der Apotheke an ODER etwas selbst Zusammengerührtes aus 200 ml Fencheltee (bzw. abgekochtes Wasser), 2 Teelöffel Traubenzucker (bzw. normaler Zucker) und eine kleine Prise Salz.) tauchen & damit Flüssigkeit zuführen. (WICHTIG: Das Tier vorher dringend auf Körpertemperatur aufwärmen, sonst droht Kreislaufversagen=Tod!)
  5. NICHT füttern! AUSNAHME: nach Anweisung der Station, die das Tier nimmt! Fütterungsfehler/Futterumstellungen enden bei geschwächten Tieren oft tödlich! (Schaubild s.u.)
  6. KEIN Stress! Die Tiere sind geschwächt/verletzt und schon gestresst genug! Bitte nicht noch allen zeigen (inkl. Haustieren) und jeden anfassen lassen! Die Tiere bekommen nicht noch zusätzlich Angst, sondern auch Keime von Menschen und Haustiere können sie töten!

Gründe, um Aufzucht und Pflege „Profis“ zu überlassen:

  • haben mehr Erfahrung (Lebensgefahr, Nahrung, ...)     
  • kennen Spezialisten für jede Tierart
  • sind dafür ausgestattet
  • haben ihren Tagesablauf darauf eingestellt
  • kennen sich mit der richtigen Ernährung und den Fütterungsintervallen aus (Fehl-/Mangelernährung führt zu Gefiederschäden, Organschäden oder Tod)
  • sind mit anderen Stationen vernetzt 
  • kennen wildtierkundige Tierärzte (nicht alle kennen sich mit Wildtieren aus!)
  • sorgen für Artgenossen (ohne die droht Fehlprägung!)
  • haben Erfahrungen in der Auswilderung
Übrigens: In Hessen gibt es einen deutschlandweit einzigartigen Zusammenschluss privater Pflegestellen und Wildtierstationen. 
Diese „Interessengemeinschaft Hessischer Wildtierpfleger“ (www.ighw.org) hat eine hilfreiche Notfallbroschüre erstellt, damit die Erstversorgung fehlerfrei vonstatten gehen kann: 

Am besten direkt auf das Handy runterladen, so dass es immer dabei ist.