FLEDERMÄUSE

 

Fledermäuse sind leider nicht nur selten, sondern auch sehr speziell.

Zudem stehen sie unter besonderem Schutz und man darf sie nur mit Genehmigung pflegen und keinesfalls länger gefangen halten als nötig.

 

KEINE ANGST: Unsere heimischen Arten sind NICHT GEFÄHRLICH und sie saugen ebensowenig unser Blut. 

 

Fledermäuse brauchen Hilfe, wenn sie ...
  • ihr angestammtes Quartier verlieren (z.B. durch Baumaßnahmen oder Naturgewalten).
  • tagsüber ODER bei Temperaturen unter Null gesichtet werden - irgendwo hängend, herumkrabbelnd oder -liegend.
  • Katzenkontakt hatten.
  • verletzt sind.
  • vom Entwicklungsstand noch nicht von ihrer Mutter getrennt sein sollten.
  • ACHTUNG: Wenn Fledermäuse sehr geschwächt sind, fallen sie in einen totenähnlichen Zustand. Ihr Bewusstsein ist dabei aktiv, ihr Stoffwechsel wird allerdings auf ein Minimum heruntergefahren. Laien denken oft, die Fledermaus sei tot.
  • Gerade dann ist Eile geboten, das Tier einem Experten zu übergeben!

 

ERSTE HILFE:

  • Wärmen!
  • Flüssigkeit (Wasser/Elektolyte) anbieten - aber nicht ins Mäulchen spritzen o.ä.! (Durstige Tiere lecken Tropfen auf!)

 

SICHERUNG & TRANSPORT:

  • Vorsichtig mit einem Handtuch greifen (wie einen Vogel) oder mit Handschuhen, in denen man noch Gefühl hat, um das Tier nicht aus Versehen zu verletzen. 
  • Idealerweise in einem Leinenbeutel oder aus einem aus Baumwolle transportieren! So kann das Tier sich festhalten und wird nicht unnötig in zusätzliche Panik versetzt.

 

NOTRUF / Vermittlung zum nächsten fachkundigen Päppler oder Tierarzt:

  • NABU Fledermaus-Hotline des jeweiligen Bundeslandes (030-284984-5000)
  • Facebook: Profil „Fledermaus Berater“ oder Gruppe „Fledermäuse / Bats / Fledermausschutz“
  • Da wir Päppler untereinander Bundesland-übergreifend vernetzt sind, leite ich Hilferufe auch gern weiter...